Berichte Sommerfahrt  
     
     
 14. August 2005 
     
     
 
 
 
Sommerfahrt 2005 vom 26.06 bis 05.07
nach Grünwohld
 
 

Die Ferien waren gerade angefangen, als wir uns aufmachten mit den Fahrrädern nach Eckernförde zu kommen. Früh mussten wir schon unser Gepäck zum Gerätehaus bringen oder auch bringen lassen, um dann selber ungefähr eine Stunde später mit dem Fahrrad von dort aus losfahren zu können. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, es war an diesem Morgen angenehm warm und so ging es los Richtung Mettenhof, Kronshagen und immer weiter. Lang war unsere Fahrradkolonne und unser Jugendwart Jens Kock hat die Führung übernommen, da er den Weg zum Campingplatz schon sehr gut kannte. Nach der ersten gefahrenen Stunde machten wir im Schatten eine Pause. So mancher erfrischte sich durch sein Getränk und so fuhren wir nach einer 15 Minuten langen Pause weiter. Viel Reden konnte man nun leider nicht, wenn man hintereinander fuhr und man stets im Kopf den Gedanken hatte, wie lange dieser Kampf wohl noch dauern würde. Nach einer Weile endlosen Strampelns auf dem Fahrrad kamen wir bei der ersten Essensstation an. Dort wurden uns von den Fahrern Äpfel und Bananen gereicht, die wir sehr dankbar annahmen und sogleich verzehrten. Wir haben uns endlich wieder ein wenig unterhalten können, ehe wir dann erneut uns auf den Weg machten. Bis zum erreichen des Campingplatzes und einschließlich der Pausen die wir gemacht haben, haben wir ungefähr drei Stunden gebraucht, wenn nicht sogar ein wenig mehr.

Es ging eine Welle der Motivation durch die Jugendfeuerwehrmitglieder, als wir das Meer sahen und schließlich die Einbiegung zum Campingplatz. Die letzten zehn Minuten ging es fast nur noch bergab und wir konnten die frische Luft endlich so richtig genießen.

Unser Platz war groß, eine schöne Grünfläche und das schönste war, dass am Vorabend tüchtige Feuerwehrmitglieder schon die Zelte für uns aufgebaut hatten und wir sogleich, nach der Annahme unserer Sachen und nach dem Abladen des Milchwagens, unsere Zelte beziehen konnten. Aufgrund der hohen Anzahl bei den Jungs, mussten drei unserer Betreuer hinten auf der Ladefläche des Milchwagens ihre Schlafstätte beziehen.

Von nun an sollte das Wetter die nächsten 8 Tage auch gut sein, wir hatten keinen Grund uns zu beklagen, nur in der letzten Nacht regnete es ein wenig.

Schnell waren der Küchenplan und der Wachdienst besprochen, die eingeteilten Mitglieder informiert.

Auch den nächsten Tag durften wir uns entspannen und faul in der Sonne liegen, einige waren sogar schon am Strand und testeten die Ostsee. Drei Mal wurden wir von unserem Koch Amin Stolpe, der jeden Tag tatkräftig von den Betreuern Helge Krzoska und Claudia Wöhlk, sowie dem Küchendienst unterstützt wurde, bekocht, auch wenn es manchmal sehr ausgefallene Kreationen gab.

Dann kam der Tag, an dem wir Besuch auf unserem Platz bekamen. Eine wilde Horde von Jugendlichen, die mit ihrem Sportkurs zum Surfen hergekommen waren, machten sich breit. Nicht nur auf der Wiese, sondern auch durch stark alkoholische Getränke, die sie auch in manchen Nächten einigen Mitgliedern laut präsentierten. Seit diesem Tag hatten wir 5 Tage keine Ruhe mehr, nächtliche „Autorennen“ über den Platz, sowie Techno oder HipHop, der über den gesamten Platz hallte und so manchen von uns eine schlaflose Nacht bereitet hat. Wir konnten uns auch leider nicht vor selbst gesungenen Liedern retten, mit denen so mancher der „Surferboys“ sein Talent unter Beweis stellen wollte. Doch es gab auch entspannte Momente, z.B. bei den Fußballspielen, die unsere Nachbarn organisiert haben oder so mancher staunte auch beim Frisbee spielen über die Geschicklichkeit, die diese Leute an den Tag legten.

Doch wir haben natürlich unsere Zeit nicht nur in der Sonne, sei es auf der Wiese oder am Strand, verbracht. Am dritten Tag haben wir erneut einen Weg von 15km hinter uns gelassen und haben die Fabrik WECO besucht, in der schon seit vielen Jahren Feuerwerkskörper hergestellt werden. Es war beeindruckend endlich mal sehen zu können, wie diese Raketen hergestellt werden, die wir Jahr für Jahr alle selber in den Himmel schießen. Nur sollte man nicht zu lange sich dort aufhalten, wo die Schwefelgerüche immer stoßweise einen ins Gesicht geweht werden. Einige von uns hatten auch das Glück und durften mit einem sehr hohen und großen Stapler nach ganz oben zwischen die riesigen Palettenreihen fahren und wieder hinunter, so manches Auge strahlte vor Freude. Voller Begeisterung verließen wir das Werk wieder und machten uns auf den langen Weg wieder zurück zum Zeltplatz.

Nach langer Beredung konnten wir zwei Tage später erreichen, dass wir alle mit dem Mannschaftstransportwagen zum Wellenbad nach Eckernförde gefahren wurden und wir nicht noch nach dem Schwimmen und dem Stadtbummel wieder mit dem Fahrrad zurückfahren müssten. Fast drei Stunden verbrachten wir im Wellenbad und sehr viele Male rutschten wir die Wasserrutsche hinunter um sogleich wieder nach oben zu laufen und erneut zu rutschen. Wir waren überrascht, wie die Betreuer aufblühten und sichtlich Spaß daran hatten mit uns im Wasser herumzuplanschen. Nachdem wir das Schwimmbad verlassen hatten, führte uns unser Weg in die Innenstadt, wo wir uns dann in Gruppen aufteilten und die Stadt erkundeten. So mancher Eckernförder mag sich noch an eine dieser Gruppen erinnern, die zusammen mit ihrem Betreuer die Innenstadt und natürlich auch die dazugehörigen Läden unsicher gemacht hat. Später trafen wir uns alle wieder und gelangten mit Hilfe des Busses wieder zurück, wo auch die meisten erschöpft auf ihre Schlafplätze fielen.

Am Sonntag wurden wir etwas früher geweckt, denn es hieß Zelte aufräumen, die Eltern kommen am Nachmittag. Alles wurde vorbereitet und alle freuten sich, vertraue Gesichter zu erblicken und natürlich auch auf den Spießbraten, der am späteren Nachmittag folgen würde. Die Stimmung war fröhlich, als die ersten Gäste eintrafen und schnell entstanden viele Gespräche, doch jeder hatte wohl im Hinterkopf, wie lange der Braten noch über dem offenen Feuer schmoren müsse, bis man ihn endlich zu sich nehmen kann. Nach dem leckeren Essen war es dann auch schon wieder Zeit Abschied zu nehmen, doch nicht für lange, in zwei Tagen stand die Rückreise an.

Schließlich kam der Tag der Abreise, in der Nacht hatte es geregnet und nach einer sehr langen Diskussion wurde beschlossen, dass wir nicht mit dem Fahrrad nach Hause fahren mussten, sondern mit Unterstützung eines Fahrzeuges nach Hause gefahren wurden. Zuvor hieß es allerdings noch: Sachen packen, Zelte ausräumen, Zelte zusammen bauen, Fährräder, Zelte und schließlich alles andere aufladen. Dabei bekamen wir noch mal die Unterstützung von zwei aktiven Feuerwehrmitgliedern, die ebenfalls in der Feuerwehr waren und sich netterweise bereit erklärten uns zu helfen und den Arbeitswagen mit den ganzen Sachen von einem Ort zum anderen brachten.

Am Gerätehaus begann die Arbeit wieder von vorne, wir mussten alle Sachen abladen und sauber machen und schließlich die Zelte aufhängen. Nach knapp 7 Stunden Arbeit waren wir alle glücklich und konnten endlich wieder nach Hause.

Doch eine Sache sollte man nicht außer Acht lassen, zwei Jugendfeuerwehrmitglieder mussten leider aufgrund einer Verletzung, die sich beide an verschiedenen Tagen auf der Hüpfburg zufügten, nach Hause fahren.


 
  Autor:Carina Pries  
 


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