Am 08. Januar begannen wir
unseren Dienst im Jahre 2004 mit der Jahreshauptversammlung.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir 32 Mitglieder, darunter 13
Mädchen und 19 Jungen zwischen 10 und 18 Jahren. Übers
Jahr 2004 konnten wir 6 Eintritte und 3 Übertritte verzeichnen,
mussten aber auch 3 Austritte hinnehmen.
Zu den Übertretern gehörten Diana Losch, Steffen
Wöhlk und Lars Willbrandt. Diana Losch wurde zusätzlich
noch für ihre herausragenden Leistungen bei der Truppmannprüfung,
zur Jugendfeuerwehrfrau des Jahres 2003 gewählt.
Außerdem wählten wir auch noch den neuen Vorstand,
der uns durch das Jahr 2004 führen sollte. Als Jugendgruppenleiter
wurde Helge Krzoska gewählt, seine Stellvertreterin wurde
Alisha Amtsberg. Die vier amtierenden Gruppenführer wurden:
Carina Pries, Jan Maaß, Henning Saalmüller und
Rik Sievers. Kassenwartin wurde Astrid Windloff und Schriftwartin
Wiebke Wöhlk.
Unser nächster Dienst bestand aus „Rechten und
Pflichten in der Feuerwehr", hierbei lernten wir, das
zu den Rechten und Pflichten noch mehr gehört als Feuer
zu löschen und über rote Ampeln fahren zu dürfen.
Denn es gehört auch noch dazu, die anderen Kameraden
zu respektieren, Wahlen durchzuführen, auch sich selber
zur Wahl stellen zu lassen oder sich in der Öffentlichkeit
zu bestimmten Anlässen zu zeigen und engagiert zu sein.
Um sich in der Öffentlichkeit aber zeigen zu können
muss man sich aber benehmen können und dies „probten“
wir beim Ordnungsdienst. Jeder durfte mal in die Rolle des
Jugendgruppenleiters hüpfen und einmal die gesammelte
Gruppe antreten lassen, immer wieder „Still gestanden!“
oder „Richt euch!“, bis auch der Letzte verstand,
wie man sich in der Öffentlichkeit zu zeigen hat.
Ein Feuerwehrmann muss aber auch wissen wie er sich vor Unfällen
oder Verletzungen schützen kann und auch muss. Dazu haben
wir dann die Unfallverhütungsvorschriften erklärt
bekommen. Wir redeten über die persönliche Schutzausrüstung
und Gefahren an der Einsatzstelle, welche es ja sicherlich
genug gibt. Wir verbrachten die Monate Januar, Februar und
März mit sehr viel Theorie, denn draußen war es
kalt und es fror, so dass keine Nassübungen oder Ähnliches
möglich waren. Gerätekunde an den Fahrzeugen oder
an den Armaturen gehörte da natürlich auch dazu,
genauso wie die FwDV 4., denn bald wurde es wieder warm und
um eine Übung einigermaßen gut hin zu bekommen
musste man es ja wenigstens theoretisch begreifen. Wir beendeten
den Winter mit einem Spieleabend, an dem jeder mit jedem spielte
und man sich unterhalten konnte. Es wurde viel gelacht, denn
jeder freute sich auf die anstehenden Frühlingsferien.
Nach einer zweiwöchigen Pause ging es dann doch wieder
mit ein bisschen Theorie weiter, denn der Winter war noch
nicht wie erwartet weiter gezogen. Also nahmen wir uns alle
ein Seil und gingen an einen Holzbalken, wo uns unsere Ausbilder
dann die verschiedensten Knoten und Stiche beibrachten, wie
zum Beispiel den Rettungsknoten, den Mastwurf oder auch den
Zimmermannstich.
Dann ging es auch los, endlich durften wir wieder raus, der
erste Dienst an der frischen Luft führte uns zu einigen
Hydranten in näherer Umgebung und wir lernten mit Hilfe
des Hydrantenbuches diese auch zu finden. In den nächsten
Wochen machten wir ein paar Löschübungen, denn bald
stand auch die Großübung mit allen Jugendfeuerwehren
aus Kiel an, auf die wir uns schon riesig freuten. Aber leider
musste die Jahresübung zur unserer Enttäuschung
ausfallen.
Nach dieser Veranstaltung war es aber auch an der Zeit einen
Geburtstag zu feiern, denn die Feuerwehr Kiel- Russee wurde
120 Jahre alt.
Wir feierten mit sehr vielen Leuten und hatten ein schönes
Fest. Es wurden viele verschiedene Spiele gemacht wo auch
unter anderem die Frauen der Aktiven, Pastoren, Ehemalige
und Ehrenmitglieder und die Polizei mitgemacht haben. Langsam
wurde es auch Sommer und wir konnten jeden Dienstabend zu
unserem Übungssee fahren um den See „zu löschen“.
Wir lernten immer wieder was dazu, was vor allem denjenigen
zu Gute kamen, die noch die Leistungsspangenabnahme oder die
Truppmannprüfung vor sich hatten. Nach so vielen anstrengenden
Wochen kamen auch endlich die großen und heiß
erwarteten Sommerferien und damit auch unsere diesjährige
Sommerfahrt ins Jugendzeltlager am Selker Noor. Der letzte
Dienst vor den Sommerferien war das allen bekannte Abschlussgrillen,
an dem wir, unsere Eltern und die Ausbilder und Betreuer der
Feuerwehr uns zusammen setzten, die Eltern die letzten Fragen
zur Sommerfahrt loswerden konnten und wir gemeinsam aßen.
An einem sonnigen Samstag ging es dann auch endlich los in
Richtung Schleswig. Dort angekommen wollten alle am liebsten
sofort den See erkunden, aber da haben sie die Rechnung ohne
unsere bezaubernden Betreuer Mathias Thode, Jens Kock Claudia
Wöhlk, Wolfgang Wöhlk und zeitweise auch Arne Beeck
gemacht, denn wir sollten erst mal die Zelte einteilen und
unseren privaten Sachen auspacken. Aber nachdem dass geschafft
war konnten wir endlich die Rutsche am See ausprobieren, was
uns auch allen sehr viel Spaß machte, denn die Anreise
nach war anstrengend für uns alle. Am Abend waren alle
sichtlich erschöpft und fielen sehr müde ins Bett.
In den nächsten Tagen erkundeten wir das Lager und spielten
viel an den vor Ort angebotenen Möglichkeiten wie zum
Beispiel dem Trampolin oder der Kletterwand. Ab und zu spielten
wir auch Volleyball oder gingen schwimmen, doch am spannendsten
fanden wir doch den Tag, als wir alle zusammen nach Schleswig
gefahren sind um endlich unser Taschengeld auf den Kopf zu
hauen. Aber dann kam die Abreise immer näher und am vorletzten
Tag kamen unsere Eltern und Geschwister um mit uns zu essen,
zu spielen oder einfach nur zu reden. Es hat uns alle gefreut
unsere Familien nach einer Woche wieder zu sehen, insgeheim
freuten wir uns auch schon wieder auf zu Hause, da geblieben
wären wir aber auch gerne, denn es hat richtig viel Spaß
gemacht in Selker Noor.
Nach der Sommerfahrt und nachdem die Sommerferien zu Ende
waren, begann wieder der Dienst, wir machten weiter mit Löschübungen,
denn die Leistungsspange war nicht mehr weit entfernt. Aber
erst stand uns noch die Fahrradralley am 11.09. bevor. Morgens
ging es mit dem Fahrrad los nach Wellsee. Wir mussten verschieden
Aufgaben hinter uns bringen, wie z.B. Dart-Pfeile werfen oder
3 C-Schläuche den Berg raufrollen und oben angekommen
drei Knoten an einem Baumstamm vollenden. Schwierig wurde
es aber erst, als Rik Sievers einen Platten bekam. Unser Betreuer
Arne Beeck erklärte sich aber ohne große Unstimmigkeiten
dazu bereit sein Fahrrad zu sponsern, damit Rik weiterfahren
konnte. Wir setzten unseren Kampf um den ersten Platz weiter
fort. Denn wir mussten ja unseren Pokal verteidigen, welchen
wir im Jahre zuvor gewonnen hatten. Am Ende wurde es aber
leider nur der 5. Platz und wir mussten unseren Pokal an die
Jugendfeuerwehr Suchsdorf abgeben. Am 19.09.2004 wurde einigen
von uns die Leistungsspange abgenommen. Dies haben Carina
Pries, Nils Knoll, Christoph Stolpe, Astrid Windloff, Wiebke
Wöhlk, Alisha Amtsberg, Jan Maaß, Stephanie Bethge
und Helge Krzoska auch hervorragend gemacht, so dass die jenigen,
die noch keine Leistungsspange hatten mit eben diesen nach
Hause gehen konnten.
Am 25.09.2004 war es dann wieder Zeit für unser all jährliches
Kinderfest. Die Jugendlichen teilten sich auf um viele verschiedene
Spiele oder den Naschiverkauf zu betreuen, was auch unserer
Kameradschaftskasse zu gute kam. Die etwas kleineren ‚Besucher
durften auch, wie jedes Jahr eine Runde mit dem Feuerwehrwagen
fahren, natürlich nicht selber, denn einige aktive Mitglieder
hatten großen Spaß daran, die Kleinen eine Runde
durch Russee zu kutschieren.
Am Abend trudelte dann der Spielmannzug ein und langsam versammelten
sich alle um Laterne laufen zu gehen. Nach ca. einer Stunde
kamen dann die meisten wieder an um noch ein letztes Stück
Fleisch zu verschlingen.
Dann kamen auch schon wieder Herbstferien. Nach dem auch diese
ihr Ende gefunden hatten ging es wieder langsam und sicher
in die Theorie über, denn es wurde wieder kälter
und früher dunkel. Nach einigen Wochen Übung mit
der Elektrizität am dunklen See, wobei wir Lichtstative
aufstellten und uns mit den elektrischen Geräten der
verschiedensten Fahrzeugen beschäftigten, führten
uns die Ausbilder wieder langsam in die Theorie ein, in dem
wir einen Videoabend veranstalteten.
Die nächsten Dienste bestanden aus Hydrantenkunde und
Vorbereitung auf die Wahlen und Besprechung der Weihnachtsfeier.
Unsere Vorbereitungen waren nicht umsonst und wir konnten
ein paar schöne Stunden auf der Weihnachtsfeier verbringen!
Natürlich darf auch ein weiteres Ereignis nicht vergessen
werden. Durch eine großzügige Spende der Stadtwerke
konnten die Jugendfeuerwehren mit neuen Überjacken ausgestattet
werden. Die Übergabe fand in einem feierlichen Rahmen
in der Kantine der Stadtwerke statt, wo außer dem Stadtbrandmeister
und dem Stadtjugendwart nebst seinem Vertreter auch noch der
Feuerwehrdezernent, der Vorsitzende der Stadtwerke und die
Oberbürgermeisterin vertreten waren.
Wir möchten uns auf diesem Wege noch vielmals für
dieses vorweihnachtliche Geschenk bedanken.
Hiermit endet unser Bericht und wir hoffen auf ein Ereignis-
und Erfolgreiches Jahr 2005.