Feuerwehr Moorsee feierte 100. Geburtstag
Moorsee — Mit großem Festprogramm feierte die Freiwillige Feuerwehr Moorsee von Freitag bis Sonntag ihr 100-jähriges Bestehen. Eine fetzige Party fand aber auch bei der Feuerwehrjugend statt, die sich bei den Wettkämpfen um den August-Ernst-Pokal und bei einer Lagerolympiade ins Zeug legte.
Von Karin Jordt
300 Jungen und Mädchen aus Jugendwehren des Bundesgebiets hatten sich im Zeltlager auf Moorseer Wiesen häuslich niedergelassen. Beim Wettstreit um den August-Ernst-Pokal war jedoch Schluss mit der Gemütlichkeit, denn an 18 Stationen mussten die Nachwuchshelfer in Theorie und Praxis zeigen, wie fit sie im Umgang mit der Ausrüstung sind, ob sie einen Löschangriff starten, schwere Gegenstände transportieren, Erste Hilfe leisten, geschickt Hindernisse bewältigen oder Fragen beantworten können, etwa: Welchen Durchmesser hat ein A-Saugschlauch? Antwort: 110 Millimeter.
Den ersten Platz im Kampf um den August-Ernst-Pokal holte sich die Jugendfeuerwehr Hamburg-Rahlstedt, gefolgt vom Team aus Hamburg-Neuenfelde. Den dritten Platz belegte die Jugendfeuerwehr Russee als beste Kieler Mannschaft. Es folgen die Jugendwehren aus Kempten, Wankendorf, Kiel-Dietrichsdorf (Platz sechs), Eisenhüttenstadt und Blumenthal. Gastgeber Moorsee erreichte Platz neun, das Team aus Kiel-Schilksee Platz 14. Bei der Lagerolympiade siegte das gemischte Team „Sugawe" aus Suchsdorf, Gaarden und Wellsee, gefolgt von Elmschenhagen I, Wellsee und Elmschenhagen II. Etwa 80 Aktive halfen bei den Wettbewerben. Stadtpräsident Rainer Tschorn gratulierte der Freiwilligen Feuerwehr Moorsee zum Jubiläum und dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz. Auch Stadtjugendfeuerwehrwart Andre Hasselmann war zufrieden mit „dem bunten Programm zur Begegnung auf einem idealen Gelände".
„Ich finde es gut, dass Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet zusammenkommen", meint Kianusch (17) aus Gaarden, „die Kameradschaft wird gepflegt". Auch Jan (15) aus Suchsdorf ist begeistert, „dass alle sich gut verstehen". Eine lange Anreise hatte die Mannschaft aus Mülheim/Mosel, die zum ersten Mal bei einem Wettbewerb um den seit 1977 bestehenden August-Ernst-Pokal dabei war: „Die Jugendlichen lernen hier Teamwork und geschlossenes Auftreten", erklärte Susanne Scholl, Jugendwartin aus Mülheim/Mosel, „die Reise hat sich gelohnt". Dass man in einer Großstadt morgens im Grünen zwischen Kühen, Enten und Ackerland aufwacht, fanden besonders die Gäste aus Berlin und Eisenhüttenstadt bemerkenswert, die bei Ausflügen dann aber auch die maritime Seite Kiels kennenlernten.