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Brandschutzerziehung
in der Uwe-Jens-Lornsen-Schule |
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Ausklang mit Alarm
Hammer -
Mit Feuereifer bei der Sache waren die 110 Kinder der Uwe-Jens-Lornsen-Schule
in Hammer, als es in den vergangenen Tagen rund ums Thema
Brandschutz ging. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Kiel klärte
Brandschutzerzieher Michael Klemm von der Freiwilligen Feuerwehr
Russee alle fünf Klassen für jeweils anderthalb
Stunden über die Gefahren des Feuers und das richtige
Verhalten im Falle eines (Brand-)Falles auf. „Das Interesse
war riesig", berichtet Schulleiterin Sibylle Kilian,
nach deren Angaben die Mädchen in dieser Hinsicht den
Jungen in nichts nachstanden.
So war es auch beim zweiten Teil der Aktion, als sechs Russeer
Feuerwehrmänner mit drei Fahrzeugen und reichlich Ausstattung
auf dem Schulhof vorfuhren, um die wichtigsten Arbeitsgeräte
der Experten fürs Löschen, Retten, Bergen und Schützen
zu zeigen.
Zum Abschluss des Projekts Brandschutzerziehung gab es gestern
für die ganze Schule noch einen simulierten Feueralarm,
bei dem alle Kinder und Lehrerinnen ganz schnell und trotzdem
möglichst geordnet das Gebäude verlassen mussten.
Tatsächlich waren die kleinen Hammeraner in Windeseile
im Freien, taten dabei aber nach Meinung von Berufsfeuerwehrmann
Michael Krohn teilweise des Guten fast zu viel. „Nicht
laufen, sondern gehen", empfahl er für die nächste
Übung. Komme es nämlich im Gefolge von allgemeiner
Rennerei zu Stürzen, dann drohe nicht nur Chaos, sondern
echte Gefahr für Leib und Leben.
Uniformierte Hilfe zur Brandschutzerziehung bieten die Berufsfeuerwehr
und die zehn Freiwilligen Kieler Feuerwehren allen Kindergärten
und Grundschulen der Stadt an. Denn klar ist für Michael
Klemm: „Mit diesem Thema sollte so früh wie möglich
begonnen werden."
Wer entsprechende Dienste in Anspruch nehmen möchte,
kann sich an die Berufsfeuerwehr (Telefon 5905-174) oder die
für seinen Stadtteil zuständige Freiwillige Feuerwehr
wenden.
(mag) |
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Aus: Kieler Nachrichten
vom 30.06.2006, mag |
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Foto
mag |
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Schule geräumt, Socken dreckig
Russee -
Schnell waren die Schüler der Jens-Uwe-Lornsen-Schule
in Russee, nachdem sie die Alarmklingel gehört hatten:
Zwei, höchstens drei Minuten brauchten sie, um bei einer
„Räumungsübung" unter der Aufsicht von
Vertretern der Feuerwehr ihre Schule zu verlassen. Wie sich
die 110 Grundschüler und ihre Lehrerinnen dabei verhalten
sollten, hatten sie vorher mit der Berufsfeuerwehr Kiel und
der Freiwilligen Feuerwehr Russee geübt. Michael Klemm
von der Russeer Wehr hatte dafür jede der fünf Klassen
der Schule besucht, um jeweils eineinhalb Stunden lang mit
den Kindern zu erarbeiten, wie man Brände verhindert,
und wie man sich verhält, wenn doch ein Feuer ausbricht.
„Wir hatten dabei auch Einsatzkleidung und Atemschutzmaske
mit. Damit haben wir Frau Kilian verkleidet", erzählte
Michael Klemm. Sibylle Kilian ist die Schulleiterin. Dank
ihrer Vorstellung in voller Feuerwehr-Einsatzmontur wissen
die Kinder jetzt, dass ein Feuerwehrmann wie ein merkwürdig
zischender Außerirdischer wirken kann, wenn er im Ernstfall
durch einen verqualmten Raum zu ihnen kommt, um ihnen zu helfen.
Insgesamt sechs Beauftragte der Freiwilligen Feuerwehren kümmern
sich in Kiel darum, auf Anfrage von Kindergärten und
Schulen Brandschutzerziehung zu leisten. Neben Unterrichtsstunden
gehört dazu meist auch ein Besuch bei der Feuerwehr,
um Fahrzeuge und Ausrüstung aus der Nähe kennen
zu lernen.
In der Jens-Uwe-Lornsen-Schule haben die Besuche von Michael
Klemm offenbar gefruchtet: So hielten sich die Schüler
der zweiten Klasse nicht lang damit auf, beim Verlassen ihres
mit Teppich ausgelegten Klassenraums die Schuhe anzuziehen
- sie kamen kurzerhand auf Socken oder barfuß auf dem
Sammelplatz am Sportplatz an. „Wenn wir die Schuhe erst
anziehen, kann sich das Feuer in der Zeit schon verbreitet
haben", erklärten die Kinder. Natürlich wissen
sie auch, dass sie in verqualmten Räumen auf Händen
und Füßen kriechen sollen, weil weiter oben die
giftigen Rauchgase im Raum hängen.
Bei einer Begehung der Jens-Uwe-Lornsen-Schule
vor dem Probe-Alarm hatte Michael Krohn von der Berufsfeuerwehr
Kiel auch auf die Bedeutung von Brandschutz-Zwischentüren
hingewiesen: Sie Verhindern ein schnelles Ausbreiten von Rauchgas
und Feuer und dürfen darum niemals mit Keilen oder auf
andere Weise offen gehalten werden. „So ein kleiner
Keil kann Tote kosten", warnte Michael Krohn.
Bei der Räumungsübung in der Jens-Uwe-Lornsen-Schu¬le
ging alles glatt - allenfalls waren die Socken der Zweitklässler
hinterher etwas schmutziger als vorher. (kst)
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Aus: Kieler Express
vom 05.07.2006 |
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Foto
kst |
Manöverkritik: Schulleiterin
Sibylle Kilian, Michael Krohn und
Michael Klemm waren zufrieden mit dem Verlauf der „Räumungs-
übung". |
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Kieler Nachrichten online |
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